






Geschichte
Die Kirche St. Laurentius ist ein bedeutendes Kirchenbauwerk der Region und prägt das Ortsbild seit dem 18. Jahrhundert. Sie wurde zwischen 1752 und 1766 vom Baumeister Franz Ignaz Krohmer als Ersatz für einen älteren Vorgängerbau errichtet. Die Anlage folgt dem Typus einer klassischen Saalkirche und verbindet historisches Mauerwerk mit kunsthistorisch wertvollen Umbauten aus späteren Epochen.
Der Kirchenbau besteht aus einem langgestreckten Langhaus, einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor im Osten sowie einem markanten Fassadenturm im Westen. Der Turm ist teilweise in das Langhaus eingestellt und besitzt einen mittelalterlichen Kern, der auf frühere Bauphasen verweist.
Über den quadratischen unteren Turmgeschossen erhebt sich ein achteckiges Freigeschoss, das sowohl die Turmuhr als auch den Glockenstuhl beherbergt. Den oberen Abschluss bildet eine Glockenhaube, die von einer kleinen Laterne bekrönt wird und der Kirche ihr charakteristisches Erscheinungsbild verleiht.
In den Jahren 1902/1903 erhielt die Westfassade eine umfassende gestalterische Überarbeitung. Dabei wurde sie mit neobarocken Elementen versehen, die dem äußeren Erscheinungsbild bis heute einen repräsentativen und zugleich harmonischen Charakter verleihen.
Glocken
Ein besonderes Merkmal der Kirche St. Laurentius ist ihr umfangreiches Geläut aus acht Kirchenglocken, das zu den klangstärksten Ensembles der Umgebung zählt. Mit Ausnahme einer einzigen Glocke wurden alle Glocken im Jahr 1949 in der Glockengießerei Junker in Brilon gegossen, und zwar aus sogenannter Briloner Sonderbronze – einer robusten, klanglich markanten Sonderlegierung.
Im Jahr 1959 ergänzte die Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling das Geläut um eine weitere Glocke, gegossen in klassischer Bronze. Dieses Zusammenspiel aus zwei Gussperioden macht das Geläut der Kirche zu einem regional besonderen klanglichen Ensemble.
Glockenliste
| Nr. | Name | Gussjahr | Durchmesser | Gewicht | Schlagton |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Christ-König | 1949 | 1800 mm | 3600 kg | b°−3 |
| 2 | Ave Maria | 1949 | 1500 mm | 2250 kg | des′−3 |
| 3 | St. Laurentius | 1949 | 1350 mm | 1600 kg | es′−3 |
| 4 | St. Bernhard von Baden | 1959 | 1169 mm | 1095 kg | f′−3 |
| 5 | St. Josef | 1949 | 1140 mm | 750 kg | ges′−1 |
| 6 | St. Anna | 1949 | 1010 mm | 550 kg | as′+1 |
| 7 | St. Wendelin | 1949 | 920 mm | 400 kg | b′+3 |
| 8 | Schutzengel | 1949 | 780 mm | 250 kg | des″+3 |
In den Uhrschlag der Turmuhr sind insgesamt sechs der acht Glocken einbezogen. Besonders eindrucksvoll ist, dass die Glocken 1 und 2 den Stundenschlag wiederholend ausführen, was dem Geläut einen unverwechselbaren rhythmischen Charakter verleiht.




